superhelden

der tiefsee

Unsere Meere bedecken 71% der Erdoberfläche. Dabei zählt alles ab einer Tiefe von 200 Metern zur Tiefsee. In der Tiefsee herrschen Temperaturen zwischen -1 und +4 Grad Celsius. In diesem Bereich ist kein Sonnenlicht mehr vorhanden, selbst das blaue Licht ist selten. Es herrscht absolute Dunkelheit. Mit zunehmender Tiefe steigt der Wasserdruck. Während der Druck bei 1.000 Metern Tiefe etwa 100 bar beträgt, also 1.000 Tonnen pro Quadratmeter, liegt der Druck in 4.000 Metern Tiefe bei 400 bar.

 

In dieser lebensfeindlichen Umgebung gibt es dennoch einige besonders spezialisierte Lebewesen. Sie sind für das Ökosystem Tiefsee und somit auch für unseren Lebensraum enorm wichtig. Ihre besonderen Fähigkeiten, unter diesen extremen Bedingungen zu überleben, erinnern an die Superkräfte bekannter Filmhelden. Höchste Zeit also, die “Super-Heroes“ einmal genauer unter die Lupe zu nehmen!

das projekt

VR-Tauchstation

Superhelden der Tiefsee auf der Kieler Woche

 

Die Tiefsee, die letzte weitgehend unbekannte Region unseres Planeten, die immerhin ca. 60% der Erdoberfläche einnimmt, beherbergt faszinierende Tierwelten. Sie haben sich an absolut ungewöhnliche Umweltbedingungen angepasst. Lernen Sie drei „Superhelden“ der Tiefsee an unserer VR-Tauchstation oder in der kleinen 360°-Projektionskuppel kennen.

Das Projekt entstand im Rahmen eines Hochschulwettbewerbes zum Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane. Studierende, Promovierende und Nachwuchswissenschaftler/-innen aller Fachbereiche waren aufgerufen, Projekte zum Thema des Wissenschaftsjahres zu entwickeln. Eine der Preisträgerinnen ist Frau Isabella Beyer, die das Projekt im Rahmen einer Kooperation zwischen GEOMAR und dem Zentrum für Kultur- und Wissenschaftskommunikation der Fachhochschule Kiel umgesetzt hat. Frau Beyer promoviert an der Fachhochschule Kiel in Kooperation mit dem Planetary Collegium der Plymouth University, u.a. im Bereich von 360°-Medien als Instrument der Wissensvermittlung.

Die Präsentation ist vom 17.06 bis 25.06 täglich von 12 bis 18 Uhr im Zelt des GEOMAR und des Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" an der Kiellinie (in der Nähe des Aquariums) zu sehen.

Lebensraum Tiefsee

Die Tiefsee, die letzte weitgehend unbekannte Region unseres Planeten, die immerhin ca. 60% der Erdoberfläche einnimmt, beherbergt faszinierende Tierwelten. Sie haben sich an absolut ungewöhnliche Umweltbedingungen angepasst. Lernen Sie die drei „Superhelden“ der Tiefsee kennen und wie sie sich an die extremen Tiefsee-Bedingungen angepasst haben. Darunter soll vor allem die Lebenswelt an den „schwarzen Rauchern“, ein auf den ersten Blick absolut lebensfeindliches Ambiente, im Fokus stehen. Denn auch hier pulsiert es an ungewöhnlichen Lebensformen.

In den Oasen der Tiefsee betreiben Bakterien keine Photosynthese sondern Chemosynthese. Sie wandeln Schwefel und Wasserstoff in Energie um. Garnelen

und andere Organismen ernähren sich von diesen Bakterien. So bilden sich um

die Hydrothemalquellen spezialisierte Nahrungsnetze, die ein vielfältiges Leben ermöglichen.

Nach Thesen einiger Wissenschaftler geben sie Aufschluss wie einst das Leben auf der Erde entstand.

Superhelden

Jedes der ausgewählten Lebewesen hat ganz besondere Fähigkeiten entwickelt,

um in dieser lebensfeindlichen Umgebung zu überleben. Erst so langsam lernen wir diese Eigenschaften kennen und versuchen sie besser zu verstehen.

Lernen Sie die drei „Superhelden“, den Observatorfisch, den Pelikanaal und die Augenlose Krabbe hier auf der Seite kennen.

400 m

Olli,

der observator-fisch

Olli ist ein ganz gemütlicher: Er beobachtet den ganzen Tag seine Umgebung und hält Ausschau nach möglicher Beute. Sein Revier sind die subarktischen Gewässer des Nordpazifiks in einer Tiefe von 400 bis 2500 Metern Tiefe.

Mit seinen großen Teleskopaugen gelingt ihm das Beobachten besonders gut: Die Augen können das spärliche Licht um ein vielfaches verstärken, so dass der Observatorfisch auch in dunklen Bereichen noch gut sehen kann. Zudem sind sie drehbar. Ganz nach oben gerichtet kann er die Beute im schwachen Kontrast zur Meeresoberfläche gut sehen, kommt er seiner Beute nah, werden die Augen nach vorne gerichtet, um sie sich mit dem Mund schnappen zu können. Solche Hochleistungsinstrumente wie die Augen des Observatorfischs wollen auch gut geschützt sein. Daher liegen sie im Inneren des Kopfes, umgeben von einem transparenten Schutzschild.

Seine Augen und der transparente Kopf verleihen dem Observatorfisch bei uns den Status Superheld.

Macropinna Microstoma

500 m

paul,

der pelikanaal

Der Pelikanaal besticht durch sein großes Maul und seine tückische, leuchtende Schwanzspitze.

Diese ist durch Biolumineszenz ein äußerst beeindruckender Leuchtköder in der pechschwarzen Tiefsee. Die Schwanzspitze verwendet der Pelikanaal wie eine Art Angel zum Anlocken von potenzieller Beute. Mit dem großen Maul voll kleiner spitzer Zähne erwischt er seine Beute wie mit einem großen Netz.

Er darf auch nicht viel entwischen lassen, denn in der gewaltigen Tiefe von bis zu 7600 Metern sind nur wenige Extremtaucher wie Paul unterwegs.

Ultra-Angel, Extremtauchen und natürlich das große Maul machen den Pelikanaal verdient zum Superheld.

Eurypharynx pelecanoides

2.300 m

karla,

die augenlose krabbe

Die schöne Karla ist ein ganz besonderes Wesen. Ihr weißlicher Körper mit leichten rosa Färbungen in der Mitte und am Rücken erscheint fast durchsichtig. Schönheit liegt, so heißt es, im Auge des Betrachters – wohl aber nicht in dem ihrer Artgenossen. Sie haben nämlich keine Augen und sind nahezu blind, lediglich ein lichtempfindliches Organ hilft dabei, Helligkeitsunterschiede auszumachen. Viel zu sehen gibt es in der dunklen Tiefsee ohnehin nicht, es sei denn, sie beleuchtet es selbst mit ihrem auf dem Rücken befindlichen Leuchtorgan. Das hilft bei der Navigation, sollte ihre Heimat, die Schornsteine aktiver, heißer Hydrothermalquellen mal versiegen und eine neue gefunden werden müssen.

 

Karla ist gerne in Gesellschaft, bis zu 2000 Krabben pro Quadratmeter besiedeln so einen „Schwarzen Raucher“. Die dortige Hitze von bis zu 400° Celsius und die giftigen Gase und Gemische, die aus den Schloten strömen, scheinen ihr nicht viel auszumachen, besiedelt sie doch furchtlos auch die oberen Spitzen der Schlote.

 

Das besondere Leucht-und Navigationsorgan, die soziale Ader, der Mut und vor allem die Hitzebeständigkeit machen Sie für uns zu einer Superheldin.

Rimicaris hybisae

Ohne ein wundervolles, medienerfahrenes und hocheffizientes Team wäre die Umsetzung dieses avancierten Tiefsee-Projektes überhaupt nicht möglich gewesen. Um uns alle in die Thematik der Tiefsee besser vertiefen zu können, hat jeder von uns seine eigene Gestalt einem Tiefseelebewesen angepasst, damit die individuellen Fähigkeiten und Talente besser zum Einsatz kommen können. Diese wollen wir Euch hier vorstellen.

das team

Eduard Thomas

Dome Medusa

 

Mastermind. Hält alle Stränge im Hintergrund,

strategisch, bewahrt und gibt dem Team

die Freiheit den 360° Raum zu erkunden

Isabella Beyer

Seepolypin

 

Mastermind in Konzeption und Kreation, visuelle Sensibilität,

hält das Team zusammen, behält das Konzept und die

visuelle Sprache im Blick, siebter Sinn, vorhersehend, Expertin

in Kommunikationsdesign

Gerd Hoffmann-Wieck

Dumbo Krake

 

Mastermind in wissenschaftlicher Hinsicht,

Gatekeeper, hält alle wissenschaftlichen Inhalte für

das Team bereit, Zugriff auf alle Quellen

Joachim Perschbacher

Hai

 

Scharf, auf den Punkt, technical Mastermind,

strategisch, Wissen über neuste Technologien

und Entwicklungen, visueller Experte Umsetzung

Bob Weber

Axolotl

 

Groundkeeper, bleibt auf den Boden der Tatsachen,

Großartiger Beobachter, fügt den Charakteren und allen

Details die nötige Farbe, technologischer Experte und

Interpret

Kirsten Baumert

Lumineszierende Qualle

 

Kreative, konzeptionelle und vor Ideen sprühende

Fantasie, visuelle Sensibilität, Einfühlungsvermögen und

schnelles Verständnis, sehr erfahren, absolute Expertin in

Kommunikationsdesign

Natalia Oliwiak

Kalmar

 

Kreativer Segen, sensibel und unglaubliches

künstlerisches Detail, flexibel, wunderbar

Sara Siebert

Fisch

 

Eleganter Beobachter, fasst die ganze 360° Weisheit des

Projektes und der Umsetzung zusammen, sowohl die Absicht

als auch das Potential

Die VR-Tauchstation "Superhelden der Tiefsee"  ist vom 17.06 bis 25.06 täglich von

12 bis 18 Uhr im Zelt des GEOMAR an der Kiellinie zu sehen.

 

Ab 04. Juli findet der finale Tauchgang zum Meeresgrund an einem schwarzen Raucher im Mediendom der Fachhochschule Kiel statt. Das Besondere ist, dass nach dem Tauchgang ein offener Dialog zwischen dem Publikum und den Wissenschaftlern des GEOMAR moderiert wird.

 

Weitere Infos unter

www.mediendom.de

www.geomar.de

www.hochschulwettbewerb.net/superhelden-unserer-ozeane/

 

 

Hier der Pressetext zum Download:

weitere infos

Impressum

 

Allgemeine Informationspflichten gem. § 5 des Telemediengesetzes (TMG) in der Fassung vom 26.02.2007.

 

 

Anschrift:

Fachhochschule Kiel

Sokratesplatz 1

24149 Kiel, Germany

 

Kontakt

Isabella Beyer

beyer@ib-creations.com

 

Gestaltung

Kirsten Baumert

info@baumert-design.de

 

Illustrationen

Rüdiger Krasa

 

 

 

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